Ratgeber
Pflegekräfte finden: was im Wettbewerb um Fachkräfte wirklich zählt
In der Pflege sucht niemand lange. Wer wechseln will, hat innerhalb weniger Tage drei Angebote. Deshalb entscheidet nicht die Anzeige, sondern wie schnell und wie konkret Sie werden.
Stand: 28. Oktober 2026
Ihre Kandidaten suchen nicht, sie werden gefunden
Examinierte Kräfte, die wechseln wollen, bewerben sich selten über Portale. Sie fragen im Kollegenkreis, oder sie reagieren auf etwas, das ihnen abends im Handy begegnet. Genau deshalb funktionieren Anzeigen in sozialen Netzwerken in der Pflege besonders gut.
Was in der Anzeige stehen muss
Gehalt ist ein Argument, aber selten das erste. Was in Gesprächen immer wieder kommt, ist die Planbarkeit:
- Wie der Dienstplan gemacht wird und wie lange im Voraus er steht
- Wie oft aus dem Frei eingesprungen werden muss
- Wie viele Bewohner oder Patienten auf eine Kraft kommen
- Ob Fortbildung bezahlte Arbeitszeit ist
Wenn Sie eine dieser Fragen besser beantworten können als der Wettbewerb, gehört das in die erste Zeile und nicht ins Vorstellungsgespräch.
Tempo ist in der Pflege der größte Hebel
Wer sich abends meldet und zwei Tage nichts hört, ist weg. Nicht aus Verärgerung, sondern weil die anderen schneller waren. Ein Rückruf am nächsten Vormittag ist in diesem Markt kein Service, sondern Voraussetzung.
Wiedereinsteiger und Teilzeit nicht übersehen
Ein großer Teil der ausgebildeten Kräfte arbeitet reduziert oder gar nicht mehr in der Pflege. Diese Menschen reagieren nicht auf „Vollzeit ab sofort", sondern auf konkrete Modelle: feste Tage, keine Nachtdienste, Wiedereinstieg mit Begleitung.
Wer solche Modelle anbietet und ausspricht, spricht eine Gruppe an, um die fast niemand wirbt.
Was das für Ihre Einrichtung bedeutet
Die Reihenfolge ist in der Pflege dieselbe wie überall, nur der Zeitdruck ist höher: Hürde runter, Rückruf verbindlich machen, dann Reichweite einkaufen. Ohne die ersten beiden Schritte verbrennt jede Kampagne Geld an Menschen, die sich zwar melden, aber niemanden erreichen.